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Donnerstag, 23.02.2012

Interview mit dem Oberbürgermeister-Kandidaten der CDU für Mainz: Lukas Augustin

Lukas Augustin

B.E.: Herr Augustin, wie sind Sie in die Politik gekommen?

L.A: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Politik stets ein Thema war. Meine  Eltern haben mir die christliche Soziallehre erklärt und auch vorgelebt. Als Schüler habe ich dann gelegentlich die Kreisgeschäftsstelle der CDU aufgesucht. Mitglied der CDU bin ich aber erst während meines Studiums 1979 geworden. Kommunalpolitische Erfahrung konnte ich schon bald danach als Ortsbeiratsmitglied in Weisenau und als Mitglied des Mainzer Stadtrats sammeln.

B.E.: Was interessiert Sie an der Mainzer Stadtpolitik?

L.A: Was Politik bewirkt wird in einer Kommune am unmittelbarsten und sofort spürbar. Hier hat man den engsten Kontakt zu den Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Als Stadtrat  habe ich mich besonders mit den Themen Stadtplanung, Stadtentwicklung aber auch mit den Finanzen beschäftigt. Ich habe Politik aber immer nur im Ehrenamt betrieben und bin, als ich in die Geschäftsführung der MAG berufen wurde, aus dem Stadtrat ausgeschieden. Bei der MAG konnte ich dann an verschiedenen Projekten sehr konkret an der Gestaltung unserer Vaterstadt mitwirken. Dabei war es mir immer wichtig ganz nah an den Menschen und deren Problemen in unserer Stadt zu sein.

B.E.: Als MAG-Geschäftsführer wurden Sie 10 Jahre lang hautnah mit wichtigen und zukunftsweisenden Stadtentwicklungsprojekten betraut. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

L.A: Es gab da eine Vielzahl an Erlebnissen, als besonderen Höhepunkt kann ich die Einweihung der Mainzer Synagoge durch den Bundespräsidenten nennen. Gefreut hat mich, dass wir als MAG beim Synagogenneubau zeitlich und finanziell eine Punktlandung hingelegt haben. Es gab aber auch viele Versuche seitens der Politik, der MAG Projekte aufzubürden, die wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen wären. Diesem Ansinnen habe ich stets widerstanden. Eine große Enttäuschung war für mich die Behinderung des Winterhafenprojekts durch Teile des Stadtrates, wo zur Aufstellung des Bebauungsplanes unerwartet eine Stimme fehlte. Aber der Winterhafen ist mittlerweile auf einem guten Weg.

B.E.: Wo liegen die Herausforderungen für einen OB in Mainz?

L.A: Nach allem, was im politischen Mainz zuletzt geschehen ist, glaube ich, es ist wichtig, das Ansehen unserer Stadt wieder zu verbessern. Wir alle wünschen uns Mainz als eine weltoffene, prosperierende Stadt; eine Landeshauptstadt, die sich ihrer reichen Geschichte bewusst ist, eine Stadt, die ihr kulturelles Erbe bewahrt, lebenswert und liebenswert ist, wo man gerne wohnt und auf die man stolz ist. Ich möchte die starke Stellung, die ein Oberbürgermeister durch die Gemeindeordnung hat, nutzen, um die Finanzen dieser Stadt zu ordnen, damit wir wieder politisch handlungsfähig werden. Zu einem lebenswerten Mainz gehört auch die Verminderung des Fluglärms. Hier habe ich stets den pragmatischen Ansatz des Ausgleichs zwischen dem berechtigten Interesse an einem funktionierenden internationalen Großflughafen und der Notwendigkeit des Schutzes der Bevölkerung in Mainz vertreten.

B.E.: Wie würden Sie Ihren Politikstil beschreiben?

L.A: Ich bin Mainzer seit meiner Kindheit und ich liebe diese Stadt. Ich höre den Menschen zu und verspreche nur, was ich auch halten kann. Glaubwürdigkeit, Offenheit, Dialogbereitschaft, auch wenn es manchmal unbequem ist, prägen meine Arbeit und meinen Stil im Umgang mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Verwaltung sowie mit der Politik.

Mitgliederversammlung 2011

Ehrung von Frau Dr. Gisela Lermann anlässlich ihres 40-jährigen Parteijubiläums.

Die CDU Hartenberg/Münchfeld hat auf ihrer Mitgliederversammlung Thomas Grebner erneut für die kommenden zwei Jahre zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Als alter und neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Herr Dr. Markus Reinbold im Amt bestätigt. Dem neu gewählten Vorstand gehören außerdem Martin Albrecht, Hans-Joachim Belitz, Nico Ernstberger, Niklas Ewert, Miriam Falenski, Martin Kirschner, Jutta Lukas, Gertrud Geschka, Prof. Dr. Michael Pietsch und Karin Trautwein an.

Für ihre vierzigjährige Mitgliedschaft in der CDU wurde Frau Dr. Gisela Lermann von der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Karin Trautwein geehrt.

Anschließend referierte Prof. Dr. Michael Pietsch zu dem aktuellen Thema „Die neue Energiepolitik für Deutschland“.

Lebhaft wurde über die von der Ampelkoalition beabsichtigte Schließung der Ortsverwaltung diskutiert. Sämtliche Anwesende sprachen sich gegen die Verlagerung in das Stadthaus aus, da finanzielle Einsparungen nicht zu erkennen seien und darüber hinaus die Identität des Stadtteils Hartenberg/Münchfeld verloren ginge.

CDU streicht Parkbänke

Von rechts nach links: Hans-Joachim Belitz, Martin Kirschner, Karin Trautwein, Dr. Markus Reinbold, Margarete Sorg-Rose, Prof. Dr. Michael Pietsch, Thomas Grebner, Gertrud Geschka

Unter dem Motto „Neue Farbe für unsere Parkbänke“ hat die CDU Hartenberg-Münchfeld in der Grünanlage Münchfeld eine Bankstreichaktion durchgeführt. Insgesamt wurden 4 Bänke am Baumlehrpfad mit Schmirgelpapier bearbeitet und bekamen einen neuen grünen Anstrich. Ziel der Aktion war es, den Stadtteil zu verschönern und in Zeiten leerer kommunaler Kassen einen gemeinnützigen Beitrag für den Stadtteil Hartenberg-Münchfeld zu leisten. Da die Aktion auf ein durchweg positives Echo gestoßen ist, wird über eine Fortsetzung oder ähnliche Initiative im Frühjahr nachgedacht.