Schützenhaus HaMü - Fraktion vor Ort

21.03.2019

Begehung der Baustelle am Schützenhaus durch die CDU Hartenberg-Münchfeld

Die Funde von menschlichen Überresten bei den Ausschachtungsarbeiten zur Erstellung
eines Schützenhausneubaus, haben die geplanten Baumaßnahmen zum Erliegen gebracht
und machten umfangreiche Neuplanungen erforderlich.
Am Samstag, den 9. Februar 2019, besuchte die CDU Ortsbeiratsfraktion Hartenberg /
Münchfeld die Schützengesellschaft zu Mainz 1862 e.V. um sich vor Ort ein Bild vom
aktuellen Sachstand zu machen.

Nach einer kurzen Begehung der Baustelle wurden im Anschluss im noch vorhandenen alten
Schützenhaus die geänderten Pläne präsentiert. Die anwesenden Lokalpolitiker,
(Ortsvorsteherin Karin Trautwein, CDU-OBR-Fraktionssprecher Thomas Grebner, CDU-
Stadtrat Dr. Gerd Eckhard, der Landtagsabgeordnete Gerd Schreiner und die stellv.
Vorsitzende der CDU-Ha/Mü Jutta Lukas) wie auch die ca. 40 anwesenden interessierten
Bürger konnten die neuen Pläne eingehend studieren und Fragen stellen.
Im Mittelpunkt der Fragen und der Gespräche mit dem 1. Vorsitzenden der
Schützengesellschaft, Gerhard Weitzel, standen die Umplanungen am Baukörper und die
daraus resultierenden geänderten Nutzungsmöglichkeiten und Mehrkosten für die
Schützengesellschaft.
Die Verhandlungen mit den Fachbehörden und die daraus resultierenden Umplanungen
haben den Bau des neuen Schützenhauses erheblich verzögert. Dies sei für den Verein auch
deswegen bitter, weil man ursprünglich einen nahtlosen Übergang geplant habe. „Unsere
aktiven Sportschützen sind auf regelmäßige Trainingsmöglichkeiten angewiesen, um für die
anstehenden Wettbewerbe vorbereitet zu sein.“ Nun müsse man auf umliegende Anlagen
ausweichen, was nicht gerade optimal für die Vereinsarbeit und die Förderung des Vereins-
Nachwuchses sei, so der Vorsitzende Weitzel. Darüber hinaus beträfe dies auch die
Personenkreise aus Polizei und Justiz, die ihre vorgeschriebenen Schießübungen bislang auf
der alten Anlage absolviert hätten. Auch diese müssten nun lange Anfahrtswege in Kauf
nehmen.
Im neu überplanten Schützenhaus fallen zudem bestimmte Einnahmequellen aus, da man
insbesondere den geplanten modernen 50 Meter Schießstand, der allen geltenden
gesetzlichen Anforderungen von Seiten der Berufsgenossenschaften entsprochen habe, auf
25 Meter hätte kürzen müssen. Der Baukörper wäre mitten durch das gefundene
Massengrab verlaufen, daher habe man komplett umgeplant.
Die Ortsvorsteherin, Karin Trautwein, zeigte sich sehr erfreut, dass die Schützengesellschaft
bei ihrem neuen Schützenhaus wieder einen Gesellschafts-/Mehrzweckraum eingeplant
habe. „Dies ist eine gute Nachricht für den Stadtteil, da es hier kaum andere Möglichkeiten

gibt einen Raum anzumieten für eine Familienfeier oder ähnliche Veranstaltungen“, so
Trautwein.
Auch wenn auf den Verein möglicherweise noch zusätzliche finanzielle Belastungen
zukämen, etwa durch die Verlagerung einer Bushaltestelle oder die Kostenbeteiligung (in
Höhe von 1% der Baubruttosumme) der Schützengesellschaft für die denkmalbehördlichen
Maßnahmen, zeigte der Vereinsvorsitzende sich positiv optimistisch. “Die in enger
Abstimmung mit dem Bau- und Denkmalamt erstellten neuen Pläne, haben wir am Mittwoch
eingereicht und hoffen jetzt auf eine schnelle Genehmigung, damit wir bald wieder
Trainingsmöglichkeiten für unseren Verein haben,“ so Weitzel.
Geschlossen wurde die Veranstaltung von Jutta Lukas nach gut 90 Minuten intensiver
Gespräche und Diskussionen mit dem Wunsch, sich in einem Jahr im neuen Schützenhaus
wieder zu treffen.

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